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… oder mein erster Versuch eines Sternen-Panoramas in 4 Akten.

Zu unserem Astro-Workshop sind gleich zu Beginn 50 Bilder vom Stativ entstanden um ein Panorama zu erreichen. Dank der Markierungen am Kugelkopf des Stativs konnte ich die Kamera langsam von links nach rechts (zwischen den Aufnahmen) in realtiv gleichen Abständen drehen. Pro Position habe ich dann im Schnitt 7 Bilder machen lassen.

Phase 1

  • Blende: ƒ/2.8
  • Kamera: NIKON D5500
  • Aufgenommen: 28. März 2017 20:02 – 20:19
  • Brennweite: 17mm
  • ISO: 1.600
  • Verschlusszeit: je 11,9s
  • 50 Einzelaufnahmen
  • GPS: Hesselberg – 91726 Gerolfingen, Deutschland – 49.068302, 10.526068

Das war der einfache Teil.

Phase 2

Später am Rechner kam dann die Wahrheit. Als erstes mal eine Excel-Datei mit Bildnummer, Motiv, Bemerkung, ISO, Belichtung und Blende angelegt. Das vereinfacht das spätere Herraussuchen ungemein. Ja ich bin ein Excel-Junkie. Bei der Durchsicht kam die erste Ernüchterung: von den 50 Bildern waren nur 40 zu verwenden. Im ersten Anlauf habe ich mir aus jeder Position eins ausgesucht und 6 Bilder zum Panorama rechnen lassen. Das Ergebnis war gelinde gesagt: fragwürdig. Durch die starke Wolkenbewegungen waren die Übergänge schon sehr extrem zu sehen. Da hilft auch nur eine zeitaufwenige ewige Bearbeitung. Dazu fehlte mir die Muse. Ich war einfach enttäuscht. Damit habe ich die Bearbeitung frustriert beendet und habe mich wieder anderen Dingen zugewendet.

Phase 3

Nachdem mich das Thema (natürlich) nicht in Ruhe gelassen hat habe ich einen zweiten Anlauf der Entwicklung gestartet. Meine Idee war nun wenigstens die Sterne wie auch sonst immer über das Stacking im Fitswork erleuchten zu lassen. Gesagt – Getan. Dank der Excelübersicht schnell 6 Ordner angelegt, NEF-Bilder verschoben und Fitswork rechnen lassen. Die Einzelbilder waren schon mal sehr befriedigend. Ein Hoffnungsschimmer. Ab zur Panoramaerstellung. Ein Glück – das sieht schon besser aus.

Dann aus jedem Set jeweils ein Bild herausgesucht und für den den Vordergrund anders als den Himmel entwickelt – und natürlich dann auch in ein Panorama gerechnet.
Nur noch schnell die zwei Panoramos überlagern und fertig. Na Pustekuchen. Der doofe Turm will sich nicht sauber einbinden lassen. Das Layerhandling liegt mir so garnicht. Mist – elender. Und wieder abgebrochen. Wieder frustriert.

Phase 4

Über Nacht kam mir die Idee den Turm aus dem Vordergrund zu lösen und als 3te Ebene einzusetzen. Der Gedanke lies mich nicht schlafen und ich bin Nachts hoch und habe mir die Gedanken aufgeschrieben. Nach einem seeeeeeehr langem Arbeitstag endlich Zeit am Rechner um die Idee umzusetzen. Keine 10 Minuten und die 3 Ebenen fügten sich endlich meinem Willen. Ein Hochgefühl.
Dann noch ein wenig spielen und anpassen mit der Google NIK Collection um Rauschen und Tonwerte meinem Gusto anzugleichen und endlich fertig.

Das Resultat

Ein Panorama aus 40 Bildern mit einer Größe von 12.621 x 5.383 Pixeln und satten 33 MB im JPG-File. Das macht ca. 3.40m x 2.10m wenn man es ausdrucken würde. Die Bearbeitungsdatei liegt bei schmalen 385 MB. What a show ….

Leider kann ich das Werk hier nicht vollends zeigen, weil weder die Auflösung noch die Dateigröße im Internet dafür ausreichen. Eigentlich müsste ich mir das drucken lassen. Hier nur mal ein 100% Ausschnitt um zu zeigen was die Kamera und die Software hier geleistet haben.

cdsc_0713_panorama_8_merge